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ADAC Rallye Deutschland 2017

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...“don't worry, Chris“...

…sagte ich zu Citroën Werksfahrer Chris Meeke, als er bei der Rallye Deutschland zum zweiten mal ausgefallen war.
Für alle, die es nicht mitverfolgt haben, Englands Chris Meeke und sein Irischer Beifahrer Paul Nagle rissen ihrem französischen Citroën C3 WRC in einer der ersten Kurven auf dem viel zu engen Stadtkurs von Saarbrücken, sehr unglücklich, also auf der ersten Prüfung die rechte Vorderradaufhängung aus. Peng, 10 Minuten Strafzeit und quasi keine Chance mehr auf eine gute Platzierung. Diese Sache allein wäre schon Grund genug für ein herzliches "Kreuzdonnerwetter" gewesen, als das Schicksal erneut, aufgrund einer viel zu hohen Kühlwassertemperatur des Motors, nach der langen Panzerplatte, eine Weiterfahrt verhinderte...
...aber dazu später mehr.

"Die Deutschland" hatte in ihrem 15. Jahr als Lauf zur Weltmeisterschaft ein neues Gesicht verpasst bekommen. So zog man das Rallye-Hauptquartier vom rheinländischen Trier ins saarländische Saarbrücken um. Außerdem wurden die Prüfungen am Rande der Eifel gänzlich gestrichen und auch von den berüchtigten Moselprüfungen blieben nur noch zwei übrig. Als Ausgleich schuf man zusätzliche Strecken entlang der Saar. Derartige Änderungen fielen nicht bei jedem auf Wohlwollen, aber wer den Rallyesport wirklich mag, der hat im Laufe der Jahrzehnte gelernt, flexibel zu sein.
Also, ich kann hier nur für mich sprechen, aber ich mag die schönen Prüfungen rund um das hügelige, charmante, saarländische Städtchen St. Wendel.

Schauen wir noch kurz zum sportlichen Teil der 2017er Rallye Deutschland.
Wie schon bei der Rallye Monte Carlo kamen die neuen, spektakuläreren und schnelleren World-Rallye-Cars (WRC) der neusten Generation, auch zu unseren Weltmeisterschaftslauf, um die größte Show seit den glorreichen Zeiten der Gruppe-B zu zelebrieren.
Die Werksteams von Citroën , Hyundai, Toyota und das private M-Sport Team von Ford kämpften auf deutschen Wertungsprüfungen um Bestzeiten.

Na denn,
viel Spaß bei einer amüsanten und spannenden Rallye Deutschland 2017 wünscht euch wie immer herzlich

euer
Rainer




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Feuer frei für das finnische Team Teemu Suninen und Mikko Markkula im Ford Fiesta R5.
Auch das Toyota Werksteam erlebte Höhen und Tiefen zwischen Hinkelsteinen und Weinreben. Finnlands Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila verloren durch eine defekte Zündkerze im Herz des Yaris WRC fast zwei Minuten. Zuviel bei diesem Sekundenkrimi.
Die Lokalmatadoren Marijan Griebel und Stefan Kopczyk im Skoda R5.
Große Sprünge, "Sekt oder Selters"...
...die Gewinner der ADAC-Rallye Deutschland 2017 heißen Ott Tänak und Martin Jarveoja aus Estland.
Ihr Arbeitsgerät war ein Ford Fiesta WRC 2017 von M-Sport

Herzlichen Glückwunsch zu diesem überragenden Sieg!

Welch malerischer Blick über das kleine Winzerdörfchen 'Klüsserath' an der Mosel.
Aber Toyota Werksfahrer Jari-Matti Latvala hat bestimmt keinen Blick für diese Idylle (oder keine Zeit).
Derweil heizt unser bajuwarischer Toyota GT86-Fahrer Hermann Gaßner
und seine Beifahrer-Fee Jasmin Kramer, die Zuschauer g'scheit an.
Craig Breen/Scott Martin/Citroën C3 WRC
Auch unsere Bayern Hermann Gaßner und Karin Thannhäuser
waren wieder geil unterwegs zwischen den Reben entlang der Mosel.
Der dreifache Deutsche Rallyemeister, Armin Kremer, pilotiert diesmal
einen nagelneuen Ford Fiesta WRC 2017 über die anspruchsvollen Pisten.
Die eigentliche Überraschung war die dritte Toyota-Besatzung. Der betagte Juho Hänninen kam mit dem ebenso betagten
Co Kaj Lindström am besten zurecht und beflügelte den spektakulären Toyota Yaris WRC zu drei Bestzeiten.
Der nie erwartete 4. Platz war eine kleine Sensation. Und wo kommen sie her, natürlich aus Finnland...?!
...und, wie versprochen gibt`s noch eine kleine Geschichte zu unseren Citroën-Werkspiloten Chris Meeke und Paul Nagle.
Als ich den Chris nach seinem Ausfall auf der Panzerplatte zufällig sah, fragte ich ihm höflich, ob ich denn ein Foto von ihm machen darf. Er hat natürlich "yes" gesagt, aber beim Fotografieren merkte ich schon, wie sehr ihm der eigene Fehler und das spätere technische Gebrechen an seinem WRC wurmte. Beim ersten Bild lächelte er noch, beim zweiten Bild schaute er schon traurig nach unten und beim dritten Foto kam fast ein kleiner entschuldigender Zusammenbruch.
Peinlich berührt klopfte ich Chris Meeke auf die Schulter uns sagte automatisch jene Worte, die einem Fan in so einem Moment einfallen:
"don`t worry, Chris"
...und der Chris schaute auf und grinste freundlich...!

Das eigentliche Beste an der Geschichte ist aber, daß viele "Experten" schon das Ende vom Team Meeke/Nagle in der Rallye-WM gesehen haben. Einige haben behauptet, daß dies die letzte Rallye vom Chris Meeke gewesen sein dürfte.

Wir freuen uns umso mehr, daß eines der schnellsten Teams in der WM, nämlich Chris Meeke und Paul Nagle weiter für Citroën Bestzeiten fahren dürfen.
Sie sind auch im Oktober bei der Rallye Spanien wieder am Start!

..."don`t worry, Chris"

...unser mittelfränkischer Abgesandter Jürgen Hohlheimer, der wahnsinnigen Spaß zum Zuschauen machte.
Absolut Spitze, Holi, echt geil !!!
...und auch Ex-VW-Teamkollege Andreas Mikkelsen hatte noch kein Cockpit für 2018, war aber hier in Deutschland bärenstark unterwegs.
Ganz ohne das übliche Lächeln, fast schon etwas kühl zeigte sich hier Weltmeister Sébastien Ogier...
Nach dem Ausfall von Hyundai`s Thierry Neuville hatte Sébastien Ogier die große Chance, "dicke" WM-Punkte zu holen...
Chris Meeke, Citroën-Werkspilot (Fahrer)...
Ein roter Citroën-Bolide auf Bestzeitenjagd, spektakulär bewegt vom Iren Craig Breen und Englands Scott Martin.
Der Mann von der grünen Insel genießt die Prioritäten eines Werksfahrers in vollen Zügen...
...und ist ein begehrter Mann.
...und der Weltmeister lies sich auch nicht lange bitten, gab seinem Ford Fiesta WRC die Sporen und fuhr,
ohne volles Risiko, auf den sicheren dritten Platz.
Das heißt, ab sofort wieder die WM-Führung für Sébastien Ogier und Julien Ingrassia.
Die Gaststarter im Citroën-Werksteam, Andreas Mikkelsen und Anders Jaeger aus Norwegen schafften
auf diesen wahrlich anspruchsvollen Strecken der "Deutschland" den genialen zweiten Platz.
Der zweite Werks-Toyota verlor gar eine Viertelstunde. Was war passiert?
Die ebenfalls finnische Besatzung und Sieger des letzten WM-Laufs in Finnland, Esapekka Lappi/Janne Ferm,
hatten wenig Erfahrung mit dem deutschen Asphalt und leisteten sich einen groben Ausrutscher.
Bärenstark in den Weinbergen unterwegs war der Engländer Elfyn Evans .
Die Männer...
...der Rallye Deutschland anno 2017.
Fabi Kreim und Frank Christian, derzeit die Führenden in der Deutschen Rallyemeisterschaft
ließen sich unseren WM-Lauf ebenso wenig entgehen, wie...
Dieser Mann peitschte seinen Turbo-Allrad-Boliden mit "maximum attack" über die deutschen Asphaltprüfungen. Er fuhr immer am absoluten Limit, ging volles Risiko und stand im Ziel ganz oben auf der Rampe in Saarbrücken. Sein Name ist Ott Tänak
...Paul Nagle, Citroën-Werkspilot (Beifahrer)
...später mehr...!
Wahre Fans harren auch im Regen aus...
...um der Show der wilden Wagenlenker beizuwohnen.
Viele Fans waren heuer wegen der neuen und starken Rallyeautos gekommen.
Thierry Neuville, WM-Führender und Hyundai Werkspilot, riss sich in Baumholder auf der harten Panzerplatte an der linken Hinterradaufhängung einen Stabi ab und mußte aufgeben.
Für uns Fans war es sehr bitter, daß ausgerechnet der Thierry vorzeitig und Punktelos wieder abreisen mußte.