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Sumava Rallye 1997

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"Mit einer Nacht-und-Nebel-Aktion zum Sieg!"

1997...
...war, als ein tragische Unglück die schöne Prinzessin Diana aus dem Leben riss und Sir Elton John seinen bombastischen Song, "Candle in the Wind", darüber erschuf.
Helmut Kohl war damals noch immer unser Bundeskanzler und der FC Bayern München schon wieder Deutscher Fußballmeister.
In der Rallye Weltmeisterschaft feierten die neuen world-rally-cars (WRC) ihr Premierenjahr.

Aber auch in der Deutschen Rallyemeisterschaft war schon wieder reges Treiben im Gange, welchem wir uns nun etwas eindringlicher widmen wollen.

Zum Saisonauftakt durften sich die deutschen Protagonisten, gemeinsam mit der tschechischen Rallyemeute rund um das schöne Klatovy, jenseits der Grenze, für die Saison 1997 warmdriften.
Der Böhmerwald, oder der Sumava, wie er auf Tschechisch genannt wird, bot den damaligen Stars der DRM eine Landschaft im tiefen Winterkleid, auch wenn die nahenden Frühlingswinde den Schnee zum Teil schon arg wegschmelzen ließen.

Ich nehme Abstand, hier und jetzt alle zu erwähnen, die vielleicht das Ziel hatten, 'Deutscher Rallyemeister 1997' zu werden, viel zur groß ist die Gefahr, einen zu vergessen...
...aber wir wollen uns trotzdem einen ersten Eindruck über die Teams dieses Jahres machen.
Am Anfang stehen natürlich die Werksteams von Toyota und Subaru.
Mit dem Werks-Toyota Celica GT-4 traten Matthias Kahle und Dieter Schneppenheim in der DRM ´97 an. Subaru Deutschland schickte die amtierenden Deutschen Rallyemeister, Armin Kremer und Copilot Sven Behling, in einem reinrassigen Gruppe-A Impreza ins Rennen. Ex-Meister Dieter Depping tauchte in diversen Ford Escorts auf und Hermann Gaßner gab seinen Proton die Sporen. Uwe Nittel und Isolde Holderied traten leider nur sporadisch an und den gewaltigen 2-Liter-Saugmotorensound von Nico Burkarts Renault Megane Maxi trauern wir heute noch nach.

Leider sollte die Deutsche Rallyemeisterschaft 1997 auch als ein sehr trauriges Rallyejahr in die Geschichtsbücher eingehen.
Aber dazu später, zu gegebener Zeit, mehr.

Also lasset es uns beginnen, zu schauen, wie`s damals war.

Viel Vergnügen beim Schmökern in der guten alten Zeit wünscht herzlich

euer Rainer




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Armin Kremer und Sven Behling driften, umrahmt vom grantigen Boxersound,
im blauen Subaru Impreza durch den verschneiten Böhmerwald.
Tschechiens Held, Ladislav Krecek stellt den Ford Escort Cossie gar auf Platz 2 auf die Zielrampe von Klatovy.
Unter der Bewerbung von 'Renault Deutschland' karrte Niko Burkart,
zusammen mit Beifahrerin Regine Rausch den gewaltigen Megane Maxi in den Böhmerwald.
Die amtierenden Deutschen Rallyemeister, Armin Kremer und sein Freund und Beifahrer Sven Behling,
gewannen mit dem starken Subaru Impreza diese anspruchsvolle Rallye Sumava...
Die Optik und der Klang dieses Renault Clio Maxi berauscht unsere Sinne.
Das Volk kam in der Gegend, rund um das Städtchen Klatovy wie immer in Scharen.
Allerdings waren die rutschigen Sträßchen dieser Tage nicht das optimale Terrain für so eine Asphaltrakete.
Auf trockenen Teer geht bestimmt bald mehr.
"Fährste quer, biste wer"
Lothar Ammelounx aus Regensburg war`s.
Dieser Meisterschaftslauf bescherte uns echtes Ostblock-Feeling.
Und die Atmosphäre war mega.
...doch der Sieg hing am berühmten seidenen Faden.
Was war geschehen?
Am Tag vor der Rallye zerbröselte ein Kolben im Triebwerk des blauen Subaru, wobei der Boxermotor umgehend verschied. Eigentlich das Ende für das Subaru Deutschland Team, hier bei der Sumava, aber da war ja noch Teamchef Günther Holzer. Dieser telefonierte nach England, lies einen neuen Motor per Luftfracht nach München schicken und holte den auch gleich noch selbst, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, vom Münchener Flughafen nach Klatovy. Der Motor wurde noch schnell eingepflanzt und Armin Kremer konnte "volle Lotte" zum Sieg ballern...
...aber so einfach war es dann doch nicht ganz, denn um den Weg völlig frei zu haben, half die Konkurrenz tatkräftig mit.
Dieter Depping hatte am Morgen des Samstags auch einen Motorschaden an seinem englischen Ford Cossie und Toyota Werkspilot Matthias Kahle schmiss den starken Gruppe-A Celica GT-4 in eine böhmische Hecke, die stärker war als der Toyota. Rad ab, Rallye beendet.

Dies war also die Geschichte eines tollen Märzwochenendes vom März 1997.

Das Spiel ging aber weiter bei der berüchtigten Schotterrallye Wittenberg, vier Wochen später

"Lasst euch mitnehmen zur 'Pneumant Rallye Wittenberg', dem 2. Lauf zur Deutschen Rallyemeisterschaft 1997..."

Dieser Auftakt hatte es "in sich".
Niki Schelle machte wirklich eine tolle Figur. Wie bereits erwähnt, Platz 5 war der Lohn.
Eberhard Frech mit seinem Audi S2 quattro.
Diese Rallye...
...machte einfach Spaß!
...gaben ihr Bestes.
Pech für Hermann Gaßner und Sigi Schrankl. Nach einem Ausritt quittierte der Ölkühler am 'Proton Mira Evo', wie das Auto damals hieß, seinen Dienst. Ausfall!
Anders lief es bei Niki Schelle und Gerhard Weiss, sie stellten den Mitsubishi Lancer Evo3 im Ziel auf den tollen 5. Platz.
Starke tschechische Fahrer in super Autos waren am Start...
…das Team Dolak/Palivec holten sich im Toyota Celica GT-4 Rang 3.
Der Zweiliter Saugmotor...
...brüllt wie die Sau.
Unsere tschechischen Rallye-Nachbarn...
So sieht der Sieger aus!
3 x oben:
Atmosphäre made by Sumava