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Thomas Heider

Wie sieht der typische Rallyefahrer aus? Klar hat hier jeder eine etwas andere Vorstellung. Wir stellen euch jemanden vor, der optisch sicher etwas anders aussieht, wie ihr ihn euch gerade vorstellt habt. Also passt er auf dem ersten Blick nicht in diese Rubrik. Und erst Recht nicht wenn wir hier die genialsten Köpfe rund um den Rallyesport vorstellen wollen. Doch der Schein trügt. Auch wenn der Thomas mit seinen Indianertätowierungen, Asterixschnurrbart und vernarbten Schultern aussieht, als würde er zu den Material mordenden Stockcar-Fahrern gehören, wird er von seinen Gegnern gefürchtet. Für einen so schnellen Fahrstil der seinesgleichen sucht. Doch nun der Reihe nach.

Kalibriert wurde sein heute perfektes „Popometer“ schon in seiner Jugend. Als er mit seiner Motocrossmaschine in Deutschland unterwegs war. Zu 100% hat es damals allerdings noch nicht funktioniert. Was die vielen Narben erklärt. Laut seinen Berechnungen ist er in jedem Jahr, das er Motocross gefahren ist, drei Monate im Krankenhaus gelegen. Aber in dieser Zeit wurde seine Verbissenheit richtig ausgeprägt. Heute fährt der Thommy immer mit dem Messer zwischen den Zähnen.



Bilder aus der Motocross-Zeit

Seine Krankenkasse und Knochen müssen es ihm dann sehr gedankt haben, als er auf das Cross-Slalom umgestiegen ist. Mit einem Polo 1 und Golf 1 GTI lehrte er der Konkurrenz das Fürchten. Dann fuhr er auf einen weißen Suzuki Swift GTI, der danach für Rallyeeinsätze umgebaut wurde. Weil das dünne japanische Blech mit der Zeit sehr löchrig wurde, wurde auf das neuere Model umgestiegen, in dem wir ihn auch heute noch bewundern können.


Im Golf I GTI beim Cross-Slalom

Leider hat das Auto auch seine Tücken. Besonders das, für die Leistung, zu schwach ausgelegte Getriebe. Im Jahre 2001 wurde es fast ein Stolperstein im Kampf um die Meisterschaft (s. Portrait: Gerhard Traub) und bei der Fürst von Wrede Rallye ’06 musste Thomas den fehlenden 1. Gang mit „Fahrerischem Wahnsinn“ wieder gut machen. Was auch den Insider bei „Was ist Rallye?“ erklärt. Im Waldstück stellte er den Japaner auf 2 Räder und zerkleinerte ein paar Holzscheite am Wegesrand. Fürst von Wrede ’07: Die Antriebswelle war vor dem Start wegen einer defekten Mutter locker. Woher die Mutter nehmen? Ein Anwohner erinnert sich an einen Hufschmied in Stopfenheim. „Der könnte so eine haben.“ Popeye, ehemaliger Rallyefahrer und Fan, fuhr zum Hufschmied und kam mit der Antriebswellen-Mutter wieder. Problem gelöst und der Suzuki konnte doch starten.


Zeitungsausschnitt über die Meisterschaft 2001 (zum Vergrößern auf das Bild klicken).


So sieht der Thomas heute aus (mit Arbeitskluft).


Bei dem 1. MSC-Jura Rallye Sprint 2003 (später "Fürst von Wrede Rallye")


Bei der "Fürst von Wrede Rallye 2007"

Wer weitere interessante Geschichten von und mit Thomas Heider erfahren möchte, kann ihn gerne fragen. Oder ihn mal bei einer Rallye beobachten. Wegen seiner "wahnsinnigen" Ritte in der Suzi sind wir beide sehr große Fans von ihm.

Deswegen: Danke Thomas! Für den Spass den wir bisher mit dir hatten und noch haben werden. Und dafür dass du uns mit dieser Seite von der ersten Stunde an unterstützt hast!

PS: Danke auch an unsere "Komplizen", die uns die Bilder von damals bereitgestellt haben!

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